IT-Report - Register und Kohorten

zuletzt aktualisiert
28.06.2022

Produktdetails

Autor
J. Stausberg, U. Altmann, T. Meißner, S. Ostrzinski, W. Hoffmann
Datum der Erstverfügbarkeit
Version/Versionsdatum
Version 2019
Lizenzmodell
TMF
Zitationsweise
Stausberg J, Altmann U. Register und Kohorten. In: Drepper J, Semler SC, Hrsg. IT-Infrastrukturen in der patientenorientierten Forschung. Aktueller Stand und Handlungsbedarf. Verfasst und vorgelegt vom IT-Reviewing-Board der TMF. Berlin: TMF, Version 2019: Kapitel 4.

Beschreibung

Hintergrund

Register sind eine Form der standardisierten medizinischen Dokumentation. Sie schließen in der Regel Personen mit einem spezifischen, gesundheitsrelevanten Phänomen ein, vielfach einer Erkrankung, alternativ auch einer Maßnahme. Ziele von Registern können beispielsweise die Beschreibung epidemiologischer Zusammenhänge, die Qualitätssicherung, eine Unterstützung der medizinischen Forschung oder die ökonomische Evaluation sein. Im Unterschied dazu erfassen Kohorten einen Ausschnitt der Bevölkerung, in dem sich unterschiedliche Risiken im Hinblick auf interessierende Ereignisse wiederfinden. Personen werden über einen definierten Zeitraum beobachtet, um Unterschiede im Auftreten der jeweiligen Zielerkrankung festzustellen. Eine Entwicklung sind Data Repositories. Ihr Ziel ist die Bereitstellung von Datensätzen für vorab nicht bekannte Fragestellungen. Sie nehmen Datenbestände aus unterschiedlichen Forschungsvorhaben bzw. Quellen auf und machen sie zugänglich. Zunehmend verschwimmen die Unterschiede zwischen Registern, Kohorten und Data Repositories.

Vorgaben und Regelungen zu Register und Kohorten

Für Register und Kohorten existieren nur wenige spezifische gesetzliche Regelungen, beispielsweise das Gesetz zur Einführung klinischer Krebsregister, die gesetzlichen Regelungen zur Todesursachenstatistik, zum Infektionsschutz, zur Pharmakovigilanz, also der systematischen Überwachung der Sicherheit eines Arzneimittels, oder anderen Sachverhalten, die weitgehend der Gesundheitsberichterstattung zugeordnet werden können.

Einsatzmöglichkeiten von Softwarelösungen

IT-Systeme kommen im Wesentlichen für die Kommunikation mit den Studienzentren, die Verwaltung der Probanden, das Datenmanagement und die Auswertung zum Einsatz. Darüber hinaus können auch Prozesse aus der Entwicklungs- oder der Abschlussphase eines Registers oder einer Kohorte unterstützt werden, beispielsweise Planungs- oder Archivierungsaufgaben. Ein in der TMF entwickelter Anforderungskatalog skizziert für diese Kernprozesse alle typischen oder zumindest bedenkenswerten Aufgaben, die eine Kohorte oder ein Register zu erfüllen hat und die – zumindest perspektivisch – von Softwarelösungen unterstützt werden können.

Erfahrungsberichte

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